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Was ist beim Update auf NoSpamProxy 10 zu beachten?

Mit dem Wechsel auf die neue Version NoSpamProxy 10 und der damit einhergehenden Integration von Office 365, ergeben sich einige Veränderungen in der Software, die bei einem Upgrade zu berücksichtigen sind. Lesen Sie diesen Beitrag daher bitte sorgfältig durch, um einen reibungslosen Versionswechsel sicherzustellen.

Automatischer Benutzerimport
In den Eigenschaften des Benutzerimports aus einer Active Directory Quelle, wird nach dem Update automatisch von „Importiere nur aktive Benutzer“ zu „Importiere alle Benutzer als aktiv“ gewechselt. Dadurch wurde das Verhalten an die aktuelle Benutzung von Benutzerkonten in Microsoft Exchange Server angepasst. Weitere Informationen finden Sie auch in unserem Blog.

Interne E-Mail-Server
Die Definition der internen E-Mail-Server erfolgte bislang im Menüpunkt „Konfiguration / Verbundene Systeme“. Die Einstellung finden Sie nun unter „Konfiguration / E-Mail-Routing“ gleich im obersten Abschnitt und nennt sich nun „E-Mail-Server des Unternehmens“. Mit der Version 10 ist es nun möglich, einen Server nicht nur anhand der IP-Adresse und des Subnetzes zu authentifizieren. Darüber hinaus ist eine Authentifizierung mittels TLS-Zertifikat, des DNS-Namens oder der Absenderadresse durchzuführen. Alternativ können nun auch Office 365-Server als Quelle angegeben werden.

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Als E-Mail-Server des Unternehmens müssen ab der Version 10 alle Server angegeben werden, die E-Mails mit einer eigenen Absenderdomäne an den NoSpamProxy schicken dürfen. Unabhängig davon, in welchem IP-Netz sich der Server befindet. Dies betrifft vor allem Server im Internet, die zum Beispiel Benachrichtigungen schicken möchten.

Veränderter Nachrichtenfluss und verändertes Regelwerk
Die zunächst augenscheinlichste Änderung ist die deaktivierte Standard-Regel mit dem Namen „Inbound mails with internal sender“. Diese Regel wird, soweit vorhanden, durch das Setup automatisch deaktiviert. Sie ist ab Version 10 nicht mehr notwendig, da die vorher von dieser Regel abgedeckte Funktion nun durch das Standardverhalten von NoSpamProxy abgedeckt wird (siehe vorheriger Abschnitt).
Des Weiteren hat sich das Verhalten von NoSpamProxy hinsichtlich des Nachrichtenflusses geändert. Bis einschließlich Version 9.2 konnte im Regelwerk nach ein- und ausgehenden E-Mails gefiltert werden. Mit der Version 10 hat sich aufgrund der Office 365 Integration das Routing grundlegend geändert. Es gibt ab sofort nur noch E-Mails, die von einer externen Adresse empfangen werden und E-Mails, die von der eigenen Domäne, bzw. von einer E-Mail-Adresse des Unternehmens empfangen werden. Entscheidend ist demzufolge nur noch die Absenderadresse, nicht der Standort des Server.

Um den Relayschutz zu gewährleisten, müssen die Absender, die E-Mails im Namen der eigenen Domänen versenden dürfen, einzeln angegeben werden. Dies geschieht, wie bereits weiter oben beschrieben, nicht mehr nur auf IP-Adressebene, die Absender können darüber hinaus auch TLS-authentifiziert sein, von einem Office365 Server stammen, oder mit einer zugelassenen Absender-Adresse senden.
Im Regelwerk selbst sind auf der Registerkarte „Nachrichtenfluss“ dann folgende Einstellungen bezüglich des Absenders und des Empfängers möglich:
– Eine beliebige Adresse
– Eine externe Adresse ( alle Adressen, die keine eigene Domäne oder E-Mail-Adresse des Unternehmens enthält)
– Eine eigene Domäne
– Eine E-Mail-Adresse Unternehmens

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Auf der Registerkarte „IP-Filterung“ kann, wenn nötig, noch zusätzlich die IP-Adresse oder das Subnetz angegeben werden.

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Diese Änderungen können Auswirkungen auf das bisherige Regelwerk haben.

Besonders zu beachten sind alle Regeln, die Ausnahmen für E-Mails aus dem Internet darstellen, die mit einer eigenen Domäne im Absender bei NoSpamProxy ankommen. Hier muss sichergestellt sein, dass die bisherigen Kriterien ab sofort in den E-Mail-Servern des Unternehmens aufgeführt sein müssen.

Beispiel:

Bisher war folgendes als Kriterium in einer Ausnahmeregel eingestellt:

IP-Adresse: <leer>
Absender-E-Mail-Adresse: monitoring@netatwork.de
Empfänger-E-Mail-Adresse: <Eigene Domänen>

Dann muss mit der Version 10 zunächst ein E-Mail-Server des Unternehmens wie folgt definiert werden:

Im Menü Konfiguration / E-Mail-Routing klicken Sie im Abschnitt „E-Mail-Server des Unternehmens“ auf Hinzufügen. Folgender Dialog öffnet sich:

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Hier wählen Sie Ein Server der eine bestimmte Absenderadresse angibt aus und klicken auf Weiter.

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Hier fügen Sie über Hinzufügen die entsprechende E-Mail-Adresse(n) hinzu, die von den Servern im Internet als Absenderadresse genutzt werden dürfen. Mit Weiter und OK schließen Sie den Dialog.

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In der Übersicht taucht nun der neue Eintrag auf.

Nun können Sie die vorhandene Regel weiterhin nutzen, ohne sie anpassen zu müssen.

Bitte kontrollieren Sie daher vor dem Update ihr Regelwerk und passen Sie es nach dem Update gegebenenfalls an.

Aktion „Anhänge verwalten“ muss neu konfiguriert werden
Die Aktion ‚Anhänge verwalten‘ wurde mit der Version 10 in den ‚Inhaltsfilter‘ überführt. Sämtliche Einstellungen, die bisher in den „Anhänge verwalten“-Aktionen hinterlegt waren, werden beim Update nicht übernommen. Es empfiehlt sich daher, vor dem Update eine Sicherung der Einstellungen der „Anhänge verwalten“-Aktion in Form von Screenshots durchzuführen.
Der neue Inhaltsfilter kann jetzt bis auf Benutzerebene hinab mögliche Dateinamen, Dateitypen und Größen verwalten. Die Konfiguration erfolgt an zentraler Stelle über die ‚Unternehmensbenutzer‘ sowie in den Einstellungen der ‚Partner‘. Er muss nicht mehr wie bisher in jeder Regel einzeln gepflegt werden. Der Inhaltsfilter wird im Benutzerhandbuch ausführlich beschrieben.

Verbesserte Erkennung von ‚Out-of-Office‘-Antworten
Für automatische Antworten Ihres E-Mail-Servers, wie zum Beispiel ‚Out-of-Office‘-Antworten, benötigen Sie ab Version 10 keine extra Regel, bzw. Regelanpassung mehr. Bisher musste es mindestens eine Regel für ausgehende E-Mails geben, die „Alle“ als Absendertyp enthielt. NoSpamProxy erkennt nun automatisch, ob die automatisch erzeugte E-Mail von einem E-Mail-Server des Unternehmens gesendet wurde und ordnet sie der passenden Regel für den ausgehenden E-Mail-Verkehr zu.

E-Mail-Templates
Die Vorlagen für automatisch erstellte E-Mails werden überschrieben und müssen vorher gesichert werden. Ihre auf den alten Vorlagen durchgeführten Änderungen müssen Sie nach der Installation auf die neuen Vorlagen erneut anwenden. Hierbei ist wichtig, dass die Änderungen in den neuen Vorlagendateien gemacht werden müssen! Ein erneutes kopieren der alten Vorlagen ist nicht zulässig. Die Anpassungen müssen auch nur in den Vorlagendateien auf der Intranet Rolle gemacht werden, da diese seit NoSpamProxy 10 auf alle angeschlossenen Gateway Rollen repliziert werden.

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