Was ist eine Sandbox?
Eine Sandbox ist ein komplexes System, mit Hilfe dessen Dateien geprüft werden. Anders als bei einem gewöhnlichen Virenscanner wird nicht nur geprüft, ob die Datei bereits als Virus bekannt ist oder nicht: Eine Sandbox führt die Datei aus und beobachtet diese. Man spricht hier von „detonieren“.
Eine Sandbox simuliert eine isolierte und kontrollierte Umgebung, in der Programme, E-Mail-Anhänge oder Dateien ausgeführt und deren Verhalten beobachtet werden können, ohne dass diese Aktionen Auswirkungen auf das eigentliche System haben. Diese isolierte Umgebung kann beispielsweise
Die zu überprüfende Datei wird in diesen Bereich geladen und detoniert. Dann beobachtet die Sandbox, was passiert. Aus dem beobachteten Verhalten kann die Sandbox dann Rückschlüsse auf den Malware-Gehalt der Datei ziehen.
Zeigt die Datei oder der Link ein für Malware typisches Verhalten, wird die E-Mail blockiert oder gelöscht. So wird verhindert, dass durch unbedachtes Öffnen eines schädlichen Anhangs Schadcode aktiv wird.
Einer Sandbox liegen dabei folgende Prinzipien zu Grunde:
Isolation
Die zu untersuchende Software läuft in einem abgegrenzten Bereich, getrennt vom echten (Betriebs)System und anderen Daten. Dadurch wird das Hauptsystem vor potenziellen Schäden geschützt.
Simulation
Eine Sandbox basiert häufig auf einer Umgebung, die ein vollständiges Betriebssystem nachbildet oder emuliert. Dadurch können sich Programme wie auf einem realen Computer verhalten.
Überwachung
Während der Ausführung werden alle Interaktionen – etwa Dateizugriffe, Netzwerkverbindungen oder Änderungen am System – aufgezeichnet und analysiert, um etwaige schädliche Aktivitäten zu erkennen.
Bewertung
Zeigt der Code Anzeichen von Schadverhalten, kann die Sandbox den Prozess stoppen und das Objekt isolieren.
Beispiel:
- Sie öffnen ein Office-Dokument, das ein Makro enthält, in der Sandbox.
- Die Sandbox erkennt, dass das Makro im Hintergrund versucht, ein Programm herunterzuladen und auszuführen.
- In der echten Welt (beziehungsweise auf einem produktiven System) wäre das ein Virus, der die IT-Umgebung verseuchen würde.
- In der Sandbox bleibt es jedoch gefangen und kann keinen Schaden .
Welche Vorteile bietet eine Sandbox?
Eine Sandbox bietet zahlreiche Vorteile, wenn es um E-Mail-Sicherheit geht. Sie schafft eine zusätzliche Schutzschicht, indem sie verdächtige Programme oder Dateien isoliert und deren Verhalten genau überwacht, bevor sie Zugang zum Produktivsystem erhalten.
Dadurch werden Infektionen, Datenverluste oder Manipulationen effektiv verhindert. Die Fähigkeit, auch bisher unbekannte Bedrohungen – sogenannte Zero-Day-Angriffe – zu erkennen, ist entscheidend, da die Sandbox das tatsächliche Verhalten von Dateien analysiert und nicht nur auf bekannte Signaturen angewiesen ist.
Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie ihre Risiken bezüglich schädlicher Software deutlich reduzieren können. Dadurch ist die digitale Kommunikation sicherer, denn E-Mail-Anhänge oder Links können gefahrlos getestet werden.
Insgesamt verbindet eine Sandbox somit Sicherheit, Effizienz und Flexibilität bei der Abwehr moderner Cyberangriffe.
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Die 32Guards Sandbox basiert auf einer cloudbasierten Sandbox-Technologie, die schädliche Dateien sicher erkennt und dieses Wissen mittels übergreifender Schwarmintelligenz schnell verteilt.
Intelligente Spamfilter in NoSpamProxy sorgen außerdem dafür, dass die meisten Bedrohungen bereits erkannt werden, bevor das Sandboxing eingesetzt werden muss. Der zusätzliche Vorteil: ein geringerer Zeit- und Ressourcenaufwand, sowie entlastete Netzwerke und Infrastrukturen.
Bevor eine Datei in die Sandbox hochgeladen wird, wird ein Hashwert erstellt und die Sandbox fragt, ob sie den Hash bereits kennt. Ist der Hash bekannt, wird zudem abgefragt, ob er als gut oder böse eingestuft wurde. Dieser Prozess wird als Level 1 (Hashabfrage) und Level 2 (File-Upload) bezeichnet.
Die zu prüfenden Dateien werden verschlüsselt übertragen und geprüft. Um den Prüfprozess so effizient wie möglich zu gestalten, wird anhand des Dateityps ein erwartetes Verhalten vorhergesagt (Static Analysis) und im Bedarfsfall – wenn die Datei nicht eindeutig klassifiziert werden kann – eine auf diese Vorhersage optimierte Umgebung hochgefahren (Dynamic Analysis).
Alle Informationen zur Verarbeitung durch die 32Guards Sandbox sind übersichtlich in der Nachrichtenverfolgung einsehbar.
Sobald eine Datei als schädlich erkannt wird, wird ein Fingerabdruck des jeweiligen Objekts erstellt.
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